Zielgruppe

Mereyim G.

Teilnehmerinnen der Frauenschwimmgruppe„Schwimmen können und ins Schwimmbad gehen oder Sport treiben ist einfach die normalste Sache der Welt. Das denken Sie! Für mich als Muslima ist es etwas Unmögliches, weil ich aus religiösen Gründen nicht in einem Schwimmbad schwimmen gehen kann, wo die Männer und Frauen zusammen das Schwimmbad teilen oder Sport machen. Das war vor ca. einem Jahr die Aussage von mir. Jetzt sage ich: ‚Alles Quatsch!‘ Ich kann auch Sport machen und Schwimmkurs besuchen und Schwimmen gehen dank BIG. Ich kann jede Woche kaum die Frauenbadezeit erwarten.“

Projektbüros

Abschiedsgrüße von Isabel Klein

Liebe „BIG-Runde“,

ich wünsche Ihnen und euch allen ein frohes und glückliches neues Jahr.

Für das kommende Jahr wünsche ich mir genauso viele begeisterte, engagierte und tolle Menschen, die BIG zu dem gemacht haben, was es heute ist. Ein Erfolgskonzept, das Schule machen soll.

Ich bedanke mich auf diesem Wege ausdrücklich bei jedem Einzelnen von Ihnen/euch für die außerordentlich gute und erfolgreiche Zusammenarbeit. Danke vielmals für alles!

Nur mit Ihrer/eurer Hilfe war es möglich, dieses Projekt so erfolgreich abzuschließen.

Für die Zukunft hoffe ich, dass der Samen der gepflanzt wurde, wächst, sich verwurzelt und Früchte trägt.

Es wäre schön, wenn wir uns weiterhin alle ein bisschen um BIG kümmern, es hegen und pflegen könnten. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie/du in diesem Jahr – wo wir es nun endlich geschafft haben, BIG im Sportamt zu verankern – dem Projekt wieder so positiv zugewandt wären/wärst.

Ab Anfang des Jahres werde ich nun nicht mehr aktiv im Projektbüro mitarbeiten und mich den Leitungsaufgaben der Lernstube in der Hertleinstraße 22 widmen. Sicher gibt es auch da jede Menge zu tun.

Ich bin mir aber sicher, dass ich das Projekt auch von außen gut weiterpflegen kann, will und werde. Denn davon bin ich fest überzeugt, Projekte wie diese sind es, die die Menschen und unsere Gesellschaft braucht.

Ich würde mich sehr freuen, wenn wir auch in Zukunft in Kontakt bleiben und ich wünsche jedem Einzelnen Zufriedenheit und Erfüllung in den Dingen zu finden, die Sie/du tun/tust.

Ihre /eure Isabel Klein

Praxis

 Jury des Vereins Gesundheit und Medizin in Erlangen“

Anläßlich der Preisverleihung des Erlanger Medizinpreises in der Kategorie Gesundheitsförderung an BIG 2009:

Den Verantwortlichen – ins Leben gerufen wurde BIG vom Institut für Sportwissenschaft und Sport, seit 2008 koordiniert die Stadt – ist es gelungen, Frauen mit Migrationshintergrund und/oder in schwierigen Lebenslagen erfolgreich und nachhaltig an Bewegung und Sport heranzuführen. BIG besetzt eine Nische für eine Zielgruppe, für die das Freizeitangebot bisher unzureichend war, und besticht durch sehr hohe Akzeptanz. Das Projekt leistet neben dem Gesundheitsaspekt auch für die Integration der Frauen einen wichtigen Beitrag und sei von unschätzbarem Wert.

Jury des Präventionspreises der Internationalen Bodenseekonferenz
Aus der Preisbegründung 2008, 2. Preis für BIG:

BIG „trägt gleich mehreren gesundheitsförderlichen Gesichtspunkten Rechnung, insbesondere der gesundheitlichen Chancengleichheit, der Korrelation von Armut und Gesundheit, der Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Aspekte und kultureller Gegebenheiten sowie dem Empowerment, also der Befähigung zur Eigeninitiative.
Das Projekt besitzt außerdem durch ein vorbildliches Projektmanagement, insbesondere durch eine breite Vernetzung mit Partnerorganisationen aus Wissenschaft, Praxis und Sponsoring, sowie ein angemessenes Evaluationskonzept Vorbildcharakter für andere Initiativen im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention. Als nachahmenswert gilt zudem die bereits zu Beginn vorgesehene Übertragbarkeit/Multiplikation des Projekts.“

Klaus ProbstKlaus Probst

Einrichtungsleiter Bürgertreff ‚Die Villa‘, Stadt Erlangen
Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist das Modell der kooperativen Planung.
Frauen aus der Zielgruppe waren von Anfang an maßgeblich an der Planung
und Umsetzung beteiligt.

Politik

Gisela Niclas Gisela Niclas

Stadträtin, Sozialreferentin a.D.

Die Teilnehmerinnen werden nicht zum Objekt von Forschung gemacht, ihre Interessen stehen im Mittelpunkt und bestimmen den Entwicklungsprozess des Forschungsprojektes. Für die Stadt Erlangen, für das Gemeinwesen insgesamt, werden die Forschungsergebnisse von BIG wegweisend sein für eine an Integration und Nachhaltigkeit orientierte kommunale Gesundheitspolitik.

Wissenschaft

Yale University/School of Public Health

Lowell Levin

Lowell Levin

Clearly, the BIG project created an exceptionally rich model promoting public health with an emphasis on meeting the challenges of health improvement for disadvantaged groups, and doing so with cultural sensitivity, equity, sustainability, and, perhaps most important, the empowerment of the target group.

BIG’s many innovations in structure and methodology, including criteria for measuring impact, are certainly worthy of application in Germany and the European region.

WHO European Office for Investment for Health and Development

Erio Ziglio

Erio Ziglio

The issues that the project is trying to address are very important surely in Germany but also in many European countries. I propose that the project becomes one of the case studies of how the health system in cooperation with other sectors can promote health and confront issues of poverty and risks of social isolation.