BIG_logoBIG (Bewegung als Investition in Gesundheit) zielt auf die Entwicklung und Evaluation adäquater Gesundheitsförderung durch Bewegung von Frauen in schwierigen Lebenslagen. Mit einem sowohl verhältnis- als auch verhaltenspräventiven Ansatz will BIG die Chancen dieser Frauen verbessern, an den vielfältigen positiven Effekten von Bewegung teilzuhaben. 
Das Institut für Sportwissenschaft und Sport (ISS) hat in Kooperation mit Partnern aus Wissenschaft und Praxis im Rahmen der Präventionsforschung des Bundes (2005-2008) den BIG-Ansatz für Bewegungsförderung mit Frauen in schwierigen Lebenslagen entwickelt.

Das ISS war drei Jahre lang als Projektleitung für die Entwicklung, Erprobung und die Evaluation des BIG Modellprojekts in Erlangen verantwortlich. Seit 2008 koordiniert das Sportamt der Stadt Erlangen das BIG- Netzwerk, das die Nachhaltigkeit des Projekts in Erlangen sichert.

Auf dem Modellprojekt BIG aufbauend wurde 2008-2009/10 mit BIGff und BIGGERt mit dem ISS als wissenschaftliche Projektleitung erprobt, inwieweit der systematische Beteiligungs- und Befähigungsansatz von BIG auf andere soziokulturelle Kontexte übertragen werden kann.

2009 bis 2011 hat das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit die Erstellung des BIG Manuals gefördert. Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung unterstützt die eigenständige Umsetzung des BIG-Ansatzes in Kommunen sowie die Qualitätssicherung an den jeweiligen Standorten.

Seit 2011 bietet das BIG-Kompetenzzentrum am ISS in Kooperation mit der BARMER interessierten Akteuren aus der Gesundheitsförderungspraxis ein breites Leistungsspektrum zur Realisierung des BIG-Ansatzes an neuen Standorten.

Das BIG Manual ist 2012 als Band 4 der Schriftenreihe „Materialien zur Gesundheitsförderung“ des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit veröffentlicht worden. Es steht Ihnen nun auf dieser Homepage zum Download und auf Anfrage in gedruckter Form zur Verfügung.

Ende 2012 wurde das Projekt BIG.kompetenz ins Leben gerufen. Das Institut für Sportwissenschaft und Sport der Universität Erlangen-Nürnberg suchte in Kooperation mit der BARMER, für das vom Bayerischen
Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit (StMUG) geförderte Projekt, fünf bayerische Kommunen, die neue Wege bei der Gesundheitsförderung und Integration von Frauen mit Migrationshintergrund und deutschen Frauen in schwierigen Lebenslagen beschreiten möchten. Nach Ablauf der Bewerbungsfrist hat sich das Institut für Sportwissenschaft und Sport für fünf Bewerber als Partnerkommunen für das Projekt BIG.kompetenz entschieden: BIG-Projekte wurden erfolgreich in den Kommunen Amberg-Sulzbach, Dillingen, Großostheim, Marktredwitz und Straubing anhand des BIG-Manuals umgesetzt. Die Partner erhielten im Jahr 2013 neben dem BIG Manual Unterstützung durch eine wissenschaftliche Begleitung durch das ISS sowie eine Anschubfinanzierung von 12.500 Euro. Das Disseminierungskonzept erwies sich an allen Standorten als erfolgreich. Insgesamt konnten innerhalb eines Jahres mehr als 500 Frauen in schwierigen Lebenslagen in den 5 Kommunen in Bewegungsangebote integriert werden.

Derzeit soll gemeinsam mit der BARMER das in Bayern erfolgreich umgesetzte Disseminierungskonzept in zwei weiteren Bundesländern erprobt werden. Hierbei sollen auf Landesebene Partner für die Koordination der weiteren Umsetzung in Kommunen gewonnen und geschult werden. Dabei sollen gleichzeitig Strategien entwickelt werden, BIG in die jeweiligen Landesrahmenvereinbarungen für die Umsetzung des Präventionsgesetzes zu integrieren. Als erstes Bundesland startet in diesem Projekt Berlin. Die Koordination vor Ort übernimmt dabei der Verein Gesundheit Berlin Brandenburg e. V..